Bisherige Unfälle beim Fracking

Chronik der Lagerstättenwasser-Unfälle in Deutschland, vornehmlich in Niedersachsen, dort wird bereits gefrackt:

2007 – Söhlingen: An neun Stellen wird Benzol, Ethylbenzol und Quecksilber in Boden und Grundwasser bei Lagerstättenwasserleitungen von Exxon Mobil gefunden. Als Ursache wird „Diffusion“ angegeben. Die Dekontaminierung soll bis zu 3 Jahren dauern.

Januar 2011 – Niedersachsen: Das LBEG Niedersachsen ordnet nach Berichten von NDR und ARD an, dass alle Lagerstättenwasserleitungen überprüft werden sollen. Wirtschaftsminister Bode kündigt eine externe Überprüfung des LBEG an, die nie kommt.

Mai 2011 – Hengstlage: Durch die Überprüfung werden 4 weitere Stellen gefunden, an denen Benzol und Quecksilber durch undichte Leitungen in den Boden gelangt sind. Die Bevölkerung erfährt im August zufällig durch eine Anfrage des BUND Rotenburg davon.

August 2011 – Völkersen: RWE DEA entdeckt eine Benzolkontaminierungen an einer Lagerstättenwasserleitung auf dem Bohrplatz Völkersen Z1 und beginnt umgehend mit der Dekontaminierung, die bis zu zwei Jahren dauern soll.

November 2011 – Völkersen: Durch anonyme Hinweise an den BUND Rotenburg erfahren die Anwohner von der Kontaminierung. RWE DEA verspricht Besserung. Als Ursache wird inzwischen ein undichtes Ventil vermutet.

Dezember 2011 – Völkersen: Bei einer Kontrolle werden „sehr ernsthafte“ Benzolkontaminierungen an gleich zwei Stellen entlang der Lagerstättenwasserleitung Völkersen gefunden.

Januar 2012 – Völkersen: Die Anwohner und die Öffentlichkeit werden über die Schäden informiert. Das LBEG kündigt an, dass alle Leitungen stillgelegt und kontrolliert werden sollen.
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05. Januar 2012 – Völkersen : Bei Probeentnahmen im Umfeld der Lagerstättenabwasserleitung 951 werden hohe und sehr hohe Benzolwerte im Erdreich festgestellt.

11. Januar 2012 – Völkersen: RWE DEA nimmt die 22km lange Leitungen für Lagerstättenwasser außer Betrieb. Diffusion von Benzol ins Erdreich. An mehreren Stellen sind erhebliche Mengen Benzol (bis zu 40.000 Mikrogramm je Liter Wasser) im Erdreich nachgewiesen worden!

02. März 2012 – Wardböhmen: Undichtigkeit an Stahlleitung, Lagerstättenwasser-Austritt: 13 Kubikmeter Erdreich mit Benzol verseucht.

26. April 2012 – Wittorf: Verunreinigung bei Verladearbeiten durch, 38 Milliliter Quecksilber, festgestellt, die silberfarbene Kügelchen lagerten unter freiem Himmel an Metallrohren. Wie lange und wie viel davon bereits verdampft war, ist unbekannt.

11. Mai 2012 – Wittorf: Brand an Aktivkohlefilter. Anlage muss außer Betrieb genommen werden.

11. Mai 2012 – Holtebüttel: Lagerstättenwasser-Austritt im Gebäude auf Betriebsplatz (Schweißnaht undicht). Nicht von der RWE veröffentlichter Störfall.

01. Juni 2012 – Holtebüttel: ca.7 qm Lagerstättenwasser-Austritt auf Betriebsplatz. Abwasser läuft in Regenrückhaltebecken. (Schweißnaht undicht)

07. Juni 2012 – Becklingen: Lagerstättenwasser ausgetreten. (Schweißnaht undicht)

Sept. 2012 – Wittorf :Betonummantelung der Verpressbohrung seit langem gebrochen und undicht.
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22.11.2012 – Schülingen: Erdbeben in unmittelbarer Nähe des Betriebsplatzes

März 2013 Erdgasfeld Völkersen: Die BI veröffentlicht eigenen Untersuchungsbericht: Erhebliche Mengen Quecksilber an der Außenwandung des PE 100 Lagerstättenwasserrohrers nachgewiesen!
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24.05.2013 – Wittorf Z1: Austritt von Lagerstättenwasser auf dem Gelände der Verpressanlage . Im Zuge der derzeit laufenden Revisionsarbeiten an der Anlage Wittorf Z1 ist es nach einer Druckmessung zum Austritt von 200 Liter Lagerstättenwassers gekommen. Das Wasser befand sich in einer Leitung, die vor dem Auseinanderschrauben nicht ordnungsgemäß entleert worden war. Nach derzeitigen Messungen ist eine Fläche von rund 25 Quadratmetern betroffen.
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