Das Trinkwasser gehört uns allen

Für fast die Hälfte der Fläche Schleswig-Holsteins liegen Anträge auf Suche nach möglichen Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen vor.

Der Landesverband der Piratenpartei, sowie die Piratenfraktion im Kieler Landtag lehnen Hydraulic Fracturing, allgemein Fracking genannt, als Fördermethode ab.

Die Gründe dafür sind:

  • Gefahren durch die eingesetzten Chemikalien und deren Entsorgung
  • Vergiftung von Trinkwasser bei gleichzeitigem hohem Trinkwasserverbrauch
  • unkontrollierte Gasaustritte an die Oberfläche
  • Zerstörung der Bodenschichten mit folgenden Bodensenkungen und Erdbeben
  • Unabsehbarer Zeitraum von Folgeschäden aufgrund dieser Fördermethode
  • Folgekosten ungeklärt

Fördermethode

Fracking ist eine unkonventionelle Fördermethode, um schwer zugängliche Erdgas- und Ölquellen anzuzapfen. Beim Fracking wird unter sehr hohem Druck (über 1.000 bar) ein Gemisch aus, Millionen von Liter Wasser, Sand und teils hochgiftigen Chemikalien in die gasführenden Schichten gepresst. Dadurch werden künstlich Risse erzeugt.

Der Sand hält dann die entstandenen neuen Risse offen. Nach der Wiederverflüssigung wird dieses Gemisch zusammen mit dem Erdgas oder Erdöl durch hohen Druck an die Oberfläche befördert. Dieses Gemisch wird getrennt und das Erdgas bzw. Erdöl verwendet.

Zurück bleiben Unmengen an belastetem Wasser, das neben den beigefügten Chemikalien auch Benzol, Quecksilber und radioaktive Elemente aus den tieferen Erdschichten enthält und als hochgiftiger Sondermüll gelagert werden muss.

Fracking darf unser Grundwasser nicht vergiften.

Anhand der technischen Abläufe lässt sich die Gefahr für Grundwasser und Umgebung der Bohrlöcher erkennen. Die Größe einer Frackingstation beträgt ungefähr zwei Fußballfelder (ca. 100×100 m), auf der dann 20 Bohrungen vorgenommen werden. Pro Bohrloch werden 50 Tonnen der Emulsion aus Wasser, Sand und Chemikalien in das Bohrloch gepresst. Die Bohrungen werden aber nicht nur in die Tiefe getrieben, durch alle Boden- und Trinkwasser-schichten hindurch, sondern auch waagerecht.

Ein Teil dieses Gemisches bleibt im Boden und kann sich ungehindert und unkontrol- lierbar verbreiten. In den USA kam es bereits zu Erdbeben der Stärke 5 durch Fracking.

Intransparenz

Das geltende Bergrecht (BBergG von 1980!) ist ein Bundesrecht und sieht eine nur sehr eingeschränkte Mitsprache von Kommunen, Kreisen und Ländern vor. Weder die Chemikalien noch Wasser- und Flächenverbrauch müssen bekannt gegeben werden.

Da eine Vielzahl an problematischen Folgeschäden erkennbar ist, gilt es ein Verbot für diese Art der Gasförderung zum Schutze von Mensch und Natur zu verabschieden.

Was wir Piraten bisher angeschoben haben:

Seite der Fraktion Stichwort Fracking
Zusätzliches Infomaterial zum Download
Weitere Informationen im WWW

Mailingliste

Wir vernetzen Bürger.